Storytime! — Zwei Umzüge in sechs Wochen

Hallo zusammen!

Wie ihr vermutlich festgestellt habt, habe ich auf meinem Blog schon seit längerer Zeit nicht mehr regelmäßig gepostet. Das liegt nicht daran, dass ich keine Lust hatte, ich habe leider einfach überhaupt keine Zeit 😦 Ich habe ein paar Posts vorbereitet, die schon ewig bei mir im Entwurf-Ordner vor sich hin gammeln, weil ich nicht mal dazu komme, diese fertig zu schreiben. Ich möchte euch aber erzählen, was die letzen acht Wochen bei mir so los war.

Ende September hatte ich schon mal erwähnt, dass wir einen Haufen Stress wegen unseres Umzugs hatten. Wir sind vom Bodensee in die Nähe von Köln gezogen, ein ganz schönes Stück also 😉 Schon die Wohnungssuche gestaltet sich da nicht so einfach. Mein Freund ist aber im Sommer für ein paar Tage nach Köln gefahren und hat dann sogar recht spontan eine Wohnung gefunden, in die wir Mitte September einziehen wollten.

Drei Wochen vor dem Umzug hat uns dann der Vermieter plötzlich mitgeteilt, dass sich der Einzug auf den 01. November verschieben würde, da unter dem Haus eine Gasleitung defekt sei und sogar die ganze Straße aufgerissen werden müsse. Da unser Studium aber schon Anfang Oktober anfing, konnten wir nicht erst so spät umziehen.

Zum Glück hatte der Vermieter eine Wohnung frei, in die wir vorübergehend einziehen konnten. Danach sollten wir in die ursprüngliche Wohnung umziehen.
Die Wohnung lag in einem ehemaligen Hotel und hat es mir auf den ersten Blick wirklich angetan. Eigentlich ist es ganz nett, in einem Hotel zu wohnen 😉
Als wir die Wohnung besichtigen kamen, wurde die Wohnung gerade „renoviert“ (eigentlich wurde nichts gemacht außer eine neue Haustür eingebaut).
Zudem versprach uns der Vermieter, eine Küche einzubauen und die Wohnung vom restlichen Haus durch eine Wand abzutrennen. Die Wohnung war zuvor noch nicht als solche genutzt worden, die Küche war früher eine Gemeinschaftsküche, weshalb es zwischen dem restlichen Haus und unserer Küche keine Abtrennung gab.
Die Wohnung sollte 400€ warm kosten.

Wie abgemacht kündigten wir uns beim Vermieter an und machten an unserem Umzugstermin auf mittags einen Termin aus. Der Vermieter hatte das wohl missverstanden, dass wir an besagtem Termin schon einziehen wollten. Naja, wir standen mit vollbepacktem Polo vor dem Haus und er versuchte vergeblich, aus 150 Schlüsseln den richtigen herauszufinden. Fazit war, wir mussten bis zum Abend warten, bis er uns den richtigen Schlüssel brachte.
Der wirkliche Schock war aber, dass im Mietvertrag plötzlich 450€ Kaltmiete standen. Der Vermieter konnte sich auch nicht mehr daran erinnern, dass er uns versprochen hatte, dass das zweite Zimmer inklusive war, sondern wollte dieses extra bezahlt haben. Und ja, wir wollten den Mietvertrag schon vorher von ihm haben, genau aus diesem Grund, aber er hat es nicht geschafft, ihn uns mal zuzusenden. Und da wir von der Wohnung abhängig waren und Wohnungen hier relativ rar sind (und Studenten will eh keiner), mussten wir leider die 150€ in Kauf nehmen, die wir nun mehr zahlten. Ob der Vermieter einfach nur so verpeilt ist und unsere Abmachungen vergessen hat oder ob er es wirklich böse gemeint hat weiß ich nicht. Auf ein Übergabeprotokoll hat er übrigens verzichtet.

Der nächste Schock kam beim Betreten der Wohnung. Der Vermieter hatte eine gebrauchte Küche eingebaut — eine von der ekligen Sorte, überall verkrustetes Fett, der Kühlschrank und Backofen komplett versifft — die vermutlich aus gutem Grund auf dem Sperrmüll und dann auf Umwegen doch wieder bei uns gelandet war.

Ebenfalls unbenutzbar war das Bad. Im Spiegelschrank, an der Wand, in der Dusche, an der Tür — wirklich ÜBERALL klebten Barthaare. Wie kommen die denn bitte sogar an die Decke? Bevor wir also nach 6 Stunden Fahrt und 4 Stunden Warten die Füße hochlegen konnten ging es erstmal ab ins Kaufland, Putzzeug kaufen. Davor hatte der Vermieter übrigens versprochen, dass das Bad geputzt würde. Die lächerlichen Putzkünste seiner Angestellten durften wir am Nachmittag jedoch noch live bewundern: der komplett verdreckte Fußboden wurde mit Wasser und Wischmop „gewischt“. Nachdem ein Zehntel des Fußbodens nass war, wurde noch etwas auf der Stelle hin- und hergewischt, das wars.

In den nächsten sechs Wochen, also bis zu unserem Auszug, kam übrigens keine Wand mehr rein. Wir hatten behilfsmäßig einen Vorhang aufgehängt, denn gegenüber der Küche lag die Waschküche, sodass bei uns die lieben Nachbarn immer schön in die Küche gucken konnten (nichts gegen Nachbarn, aber ich will das einfach nicht 😉 ).

Wir hatten aber auch das Gefühl, dass ständig jemand in der Wohnung war, wenn wir weg waren. Einmal platzte der Vermieter um 8 Uhr morgens herein, wir lagen noch im Bett. Wir hatten zum Glück den Schlüssel innen in der Tür stecken gelassen. Der Vermieter hatte in unser anderes Zimmer bereits zwei seiner Leute hineingelassen, ohne zu fragen, und wollte nun auch ins Schlafzimmer. Anstatt aber zu klingeln und zu fragen, kam er einfach von innen durch das Gasthaus und schloss die Zimmertüren auf. Super oder? Geld und Wertsachen lagerten wir ab diesem Tag nur noch im Auto.

Der absolut größte Hammer war aber, dass sich an der zweiten Wohnung, in die wir Anfang November einziehen sollten, nichts tat. Die Straße wurde nicht aufgerissen, es fanden aber auch sonst keine Bauarbeiten statt. Irgendwann wurde etwas an der Wohnung herumrenoviert und gestrichen. Und Mitte Oktober hingen dann einfach Vorhänge in den Fenster. Ja, er hat die Wohnung einfach an jemand anders vermietet und die Sache mit der kaputten Gasleitung war gelogen. Als wir ihn jedoch fragten, ob wir die Wohnung denn nochmal besichtigen könnten, ich war im Sommer ja nicht dabei gewesen, meinte er nur, „eigentlich habt ihr sie ja schon gesehen“. Nette Ausrede.
Natürlich wollten wir genau wissen, was Sache war, und haben bei den neuen Mietern geklingelt. Wir erfuhren noch ein paar unschöne Dinge mehr über den Vermieter, mehr, als uns lieb gewesen wäre. Zudem schien er geplant zu haben, uns eine andere Wohnung im selben Haus zu vermieten, die auf November frei wurde; zumindest hatte er im Haus allen erzählt, es ziehe dort ein Studentenpärchen ein.

Ich hätte gerne gewusst, wie er vorhatte uns zu erklären, dass wir eine andere Wohnung beziehen sollten als die, die mein Freund besichtigt hatte, wir beschlossen aber, lieber keinen Ärger mehr anzufangen und uns einfach von diesem Vermieter zu verabschieden. Das einzige, wo er uns fast noch Probleme gemacht hat, war das Übergabeprotokoll zum Auszug, auf das wir diesmal bestanden. Er konnte nicht verstehen, warum wir so viel Stress um seine Unterschrift machten.

Wie erwähnt ist es als Student nicht ganz so leicht, eine Wohnung zu finden, trotzdem hatten wir das Glück eine Wohnung sogar in fußläufiger Nähe zur Hochschule zu finden. Die Wohnung war allerdings in schrecklicher Verfassung, die Vormieterin muss eine absolute Niete gewesen sein (Briefkasten voller Gerichtsvollzieherbriefe…). Das Bad verschimmelt und dreckig, als hätte jemand einen Waldboden darin verteilt, die Wände im Wohnzimmer teilweise dunkel-lila gestrichen (in einer Kellerwohnung eine dunkle Farbe… und dann noch so hässlich) und die Fenster, Badfliesen und Wohnzimmerdecke gelb als hätte dort jemand Kette geraucht (sorry liebe Raucher, ich kann das einfach nicht leiden). Im Schlafzimmer eine lila Mustertapete. KAUGUMMI auf dem Wohnzimmerboden. Übermalte und zerbrochene Sockelleisten. Ich schätze, dass der Vermieter bei der Vormieterin einfach nichts mehr holen konnte, und wir dürfen das jetzt mit mehreren Eimern Farbe und literweise Putzmittel ausbaden.

Inzwischen hat natürlich auch das Studium angefangen, das leider auch ohne eine renovierungsbedürftige Wohnung schon stressig genug ist. Lauter Projekte und jeder Prof denkt natürlich, seine Vorlesung sei die einzige 😉 Wir mussten die Wohnung trotzdem irgendwie beziehbar machen. Es ist jetzt alles frisch gestrichen und gut bewohnbar; das einzige Problem ist noch das Bad, da ich dort putzen kann, soviel ich will. Den Schimmel werde ich nie richtig wegbekommen. Eigentlich ist das aber auch nicht mein Job. Schade, dass man beim Vermieter erst tausendmal anrufen und sich immer und immer wieder melden muss, damit man vielleicht mal eine Chance darauf hat, dass irgendwas passiert. Aussagen wie „da müssen Sie halt nochmal mit einem besseren Reiniger und einer harten Bürste ran“ kann ich echt nicht mehr hören.

Irgendwie hatte ich mir das mit der ersten eigenen Wohnung anders vorgestellt 😀 Gefühlsmäßig bin ich in den letzten acht Wochen um zehn Jahre gealtert, aber ich habe auch eine Menge dazugelernt (ich kann jetzt Wäschewaschen 😉 ) und habe durch die Enttäuschungen und das ganze Diskutieren mit dem Vermieter ein ziemlich dickes Fell bekommen.
Und trotz allem bin ich froh um die Wohnung. Immerhin haben wir unsere eigenen vier Wände und nicht nur drei, und wir müssen die Zimmer nicht abschließen und den Schlüssel innen stecken lassen 😉

Sooo… Falls ihr bis hierhin durchgehalten habt: danke für’s Lesen meiner Story!
Ich möchte in Zukunft wieder viel viel viel mehr schreiben, soweit es mein Studium zulässt. Und ich freue mich mich natürlich immer, wenn ihr auf meinem Blog vorbeischaut und vielleicht sogar den ein oder anderen Kommentar da lasst =) Bis dann!

 


 

Liebster Award die 2. =)

Juhuu =) Ich wurde von Katja für den Liebster Award nominiert, vielen lieben Dank dafür (und bitte entschuldige, dass ich so lang gebraucht habe, diesen Post zu schreiben!)! =) Ich freue mich riesig, ich finde es sehr spannend, neue Blogs kennen zu lernen und vielleicht sogar selbst kennengelernt zu werden 😉

liebsteraward

Dann leg‘ ich doch direkt mal mit dem Beantworten der Fragen los:

  1. Wie lange bloggst du schon?

    Seit November 2015, also bald ein Jahr.

  2. Wie kamst du zum Bloggen?

    Über Produkttests. Ich lese selbst gerne Testberichte von anderen, bevor ich mir etwas kaufe. Irgendwann dachte ich mir, dass es mir eigentlich auch ziemlich Spaß machen würde, selbst Produkte zu testen und Berichte darüber zu verfassen.

    Außerdem liebe ich Selbstgemachtes. Das kam auf meinem Blog die letzten Monate leider zu kurz, da ich von meiner Bachelor-Arbeit ziemlich eingenommen war. Als nächstes steht dann ein großer Umzug an, der auch nochmal eine Menge Zeit kosten wird. Ab Mitte September möchte ich aber wieder mehr DIY-, Häkel-, Koch- und Backprojekte starten, über die ich dann schreibe.

  3. Hast du bestimmte Lieblingsblogs? Wenn ja, welche?

    Hmm… eigentlich nicht. Ich lese mich gerne quer durch meine Abos durch =)

  4. Was machst du am liebsten neben dem Bloggen?

    Im Frühjahr und Sommer bin ich tagelang mit meinem Freund im Garten, wo wir pflanzen, was das Zeug hält. Er hat inzwischen glaube ich fast 100 Chili-Pflanzen, die er hegt und pflegt, und ich helfe dabei oder schaue nach meinen Tomaten, Gurken und Zucchinis.

    Außerdem Male ich gerne oder mache Musik, aber das kommt dank Studium seit längerem zu kurz.

  5. Wenn du in den Urlaub fährst, an welchen Ort zieht es dich dann?

    Hauptsache Sonne und warm. Hawaii würde mich mal interessieren 😉

  6. Bist du eher der Sommer- oder der Wintertyp?

    Definitiv Sommer!

  7. Probierst du gern Neues aus oder bleibst du lieber bei Altbewährtem?

    Kommt darauf an, ob sich schon etwas bewährt hat oder ob ich die optimale Lösung noch finden muss 😉

  8. Kochst du gern selbst oder lässt du lieber kochen?

    Ich koche super gerne selbst, bin aber auch mal froh, wenn jemand anders kocht (Hotel Mama, hehe 😉 ).

  9. Was ist dein Lieblingsgericht?

    Puuh, ich glaube das ist so ziemlich die schwerste Frage überhaupt. Ich sage einfach mal Kartoffelgratin. 😉

  10. Achtest du beim Einkaufen auf Bio oder Fair Trade?

    Zugegebenermaßen nicht immer, aber immer mehr. Allerdings bin ich der Meinung, dass es traurig ist, dass es spezielle Fair Trade Ware gibt und dass das nicht der Standard ist.

Meine Nominierungen:

Der Leitfaden für die Nominierten:

  1. Danke der Person, die dich für den Liebster Award nominiert hat und verlinke den Blog in deinem Artikel.
  2. Beantworte die 10 Fragen, die dir der Blogger, der dich nominiert hat, stellt.
    (entweder in einem eigenen Artikel oder hier in den Kommentaren)
  3. Nominiere 1 bis 11 weitere Blogger für den Liebster Award.
  4. Stelle eine neue Liste mit 10 Fragen für deine nominierten Blogger zusammen.
  5. Schreibe diese Regeln in deinen Liebster-Award-Blog-Artikel.
  6. Informiere deine nominierten Blogger über den Blog-Artikel.

Meine Fragen an euch:

Ich nehme einfach mal die Fragen vom letzten Mal 😉

  1. Warum hast du mit deinem Blog begonnen?
  2. Könntest du dir vorstellen, neben deinem Blog auch andere Sachen zu schreiben, wie z.B. ein Buch?
  3. Wie viele Stunden am Tag kümmerst du dich um deinen Blog?
  4. Wie viele Stunden am Tag verbringst du damit, andere Blogs zu lesen?
  5. Was sagst du zur Politik?
  6. Wie würdest du den Welthunger bekämpfen?
  7. Deine Lieblingssendung / -serie / dein Lieblingsfilm?
  8. Dein Lieblingszitat?
  9. Gibt es einen bestimmten Autor, den du sehr schätzt, und warum?
  10. Welche 3 Dinge würdest du auf eine einsame Insel mitnehmen, und wen?

Mein Blog!

Hallo zusammen!

Ich habe es endlich geschafft, meinen Blog einigermaßen hübsch zu gestalten. Ich weiß zwar nicht, ob ihn jemals jemand ansehen wird, aber wenn doch, freut mich das natürlich sehr =)

Der eigentliche Grund, warum ich den Blog gestartet habe, ist, dass ich unheimlich gerne Sachen ausprobiere. Vor nicht allzu langer Zeit (im Oktober) habe ich auch Produkttests für mich entdeckt, und bei zweien durfte ich schon dabei sein! Über die werde ich natürlich als Erstes berichten.

Was ich sonst noch so mag: Kochen, Backen, Basteln / DIY, Häkeln, Fotografieren und und und… eigentlich mag ich zu viel und habe durch mein Studium viel zu wenig Zeit. 😦
Ich studiere übrigens Informatik und hoffe, dass ich mit diesem Blog das ein oder andere Vorurteil beseitigen kann? =D

Wenonah ist übrigens mein Nickname bei Deviantart, Steam, Konsumgöttinnen… Falls da auch jemand unterwegs ist 😉

Jedenfalls, falls das hier mal jemand liest, ich freu mich!

Viel Spaß,
Eure Sarah